Veganer Flammkuchen mit Zucchini und Räuchertofu

Veganer Flammkuchen

Dieser knusprige vegane Flammkuchen passt perfekt in die Alltagsküche. Er ist schnell gemacht und unglaublich vielseitig abwandelbar.

Flammkuchen ist ein typisches Gericht aus dem Elsass. Die Varianten sind unzählig: Mit Zwiebeln, Lauch, Lachs oder Speck. Aber auch süße Varianten finden sich, darunter zum Beispiel mit Zimt oder Äpfeln und für den Special-Effekt auch schonmal flambiert als „tarte flambée“. Traditionell wird der Flammkuchen im Holzofen gebacken, bevor das Brot in den Ofen wandert. Das hat gleich mehrere Vorteile: Man nutzt zum einen die starke Hitze des Holzofens, zum anderen kann so die Ofentemperatur besser eingeschätzt werden. Denn wenn der Ofen noch zu warm und der Flammkuchen entsprechend schnell dunkel wird, muss man mit dem sogenannten Einschießen vom Brot noch warten. Wenn der Flammkuchen hingegen lange dauert, muss man natürlich nochmal Holz nachlegen, um auf die benötigte Temperatur zu kommen. Ein leckerer veganer Flammkuchen als Stärkung zwischendurch macht das Brotbacken dabei schön kurzweilig und zu einem wahren Happening für die ganze Familie.

In diesem Rezept für veganen Flammkuchen von Sebastian Copien wird die Zucchini zum Star auf dem Teller. Gemeinsam mit Räuchertofu und veganem Frischkäse ein richtiges Träumchen.

Ein weiteres wunderbares Rezept mit Zucchini findest du hier: Zucchini Antipasti Style

Unterschied zwischen Flammkuchen und Pizza

Wir sind uns sicher, viele von euch kennen den grundlegenden Unterschied von Flammkuchen und Pizza bereits. Die beiden Gerichte unterscheiden sich nicht nur in Belag und Geschmack. Der Hauptunterschied liegt hier im Teig selbst. Beim Gedanken an Pizza hast du vielleicht direkt den italienischen Pizzabäcker vor Augen, der einen elastischen Teig wild in der Luft herumwirbelt und ihn so in seine finale Form bringt. Dies ist jedoch nur aufgrund des Hefeteigs und der langen Ruhezeit möglich, die ihm zu seiner Elastizität verhilft. (Veganer) Flammkuchen hingegen wird aus einem eher minimalistischen Ölteig gemacht, der nicht mehr als Mehl, Wasser, Öl und Salz enthält.

Unser Gemüsestar: die Zucchini

Die Zucchini gehört zur Familie der Kürbisgewächse und kommt ursprünglich aus Europa. Es gibt sie sowohl in grün als auch in gelb, wobei die grüne Zucchini auf den ersten Blick einer Gurke gleicht. Auf den zweiten Blick sieht man den Unterschied jedoch deutlich. Auch der Geschmack unterscheidet sich. Es gibt jedoch auch Gemeinsamkeiten, so kann die Zucchini beispielsweise wie eine Gurke hervorragend eingelegt und ebenfalls roh verzehrt werden.

Veganer Flammkuchen

Saison, Lagerung, Nährstoffe & Zubereitungstipps von Zucchini

Saison: Ausgesät wird die Zucchini ab Mitte April auf der Fensterbank und ab Mitte Mai in den Garten. Geerntet wird 6 bis 8 Wochen nach der Pflanzzeit etwa zwischen Juni und Oktober. Am besten aber, wenn sie noch recht klein sind.

Lagerung: Kleinere Zucchini, wie man sie meist kaufen kann, sind bis zu zwei Wochen haltbar. Dabei sollten sie vor der Sonne geschützt, nicht im Kühlschrank und nicht unter 8° gelagert werden. Große und ausgereifte Früchte sind im Gegensatz zu den kleineren Exemplaren monatelang haltbar.

Ihre Stärken: Die Zucchini besteht zu einem großen Teil aus Wasser und enthält nur wenige Kohlenhydrate. Dadurch ist sie allgemein ein kalorienarmes Gemüse. Aber natürlich enthält die Zucchini auch Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C und Kalium, sowie verschiedene gesunde Antioxidantien.

Zubereitungstipps: Kleine Zucchini sind viel zarter, frischer und knackiger, als die Großen und Ausgereiften. Man kann sie sowohl roh als auch gegart essen und ähnlich wie Gurken gut einlegen. Wenn eine Zucchini jedoch sehr bitter schmeckt, sollte sie nicht verzehrt werden, da sie dann Giftstoffe enthält. Gewaschene Zucchini kann im Ganzen oder geschnitten eingefroren werden. Sogar die Blüten der Pflanzen können gegessen werden.

Veganer Zucchini Flammkuchen
Sebastian Copien
4.86 von 7 Bewertungen

Veganer Flammkuchen mit Zucchini & Räuchertofu

Rezept von Sebastian Copien
Portionen 2 Personen

Zutaten

Für den Teig

  • 200 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 100 ml Wasser
  • 1 EL Olivenöl

Topping

  • 1 Packung Kräuter-Frischkäse (z.B. von Soyananda)
  • 1 kleine Zucchini in dünne Scheiben
  • 1 TL Salz
  • dunkler Balsamico Essig (Aceto Balsamico di Modena)

Kräuteröl-Tofu

  • 100 g Räuchertofu
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe fein gerieben
  • Salz & Pfeffer

Anleitungen

  • Den Ofen auf 240 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • In einer Schüssel das Mehl, Wasser und Öl miteinander verrühren und mit den Händen zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig halbieren, mit einem Nudelholz zu zwei dünnen Flammkuchen ausrollen und auf das Backblech legen.
    200 g Dinkelmehl, 100 ml Wasser, 1 EL Olivenöl
    Veganer Flammkuchen
  • Den Tofu grob zerkrümeln und mit dem Zitronensaft, Olivenöl und dem feingeriebenen Knoblauch vermischen.
    100 g Räuchertofu, 1 EL Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, 1 Knoblauchzehe, Salz & Pfeffer
    Veganer Flammkuchen
  • Den Frischkäse auf den Flammkuchenteig streichen und mit den Zucchinischeiben belegen. Den Kräuteröl-Tofu darüber verteilen und alles mit einer kleinen Prise Salz & Pfeffer würzen.
    1 Packung Kräuter-Frischkäse, 1 kleine Zucchini, 1 TL Salz
    Veganer Flammkuchen
  • Für 15 Minuten im Backofen backen, und wer möchte kann in den letzten 5 Minuten den Obergrill anschalten, damit ein paar Röstaromen oben auf den Flammkuchenbelag entstehen.
  • Den Flammkuchen aus dem Ofen nehmen und nach Belieben noch etwas Balsamico Essig darüber träufeln. Wer möchte, kann noch etwas Basilikum oder Rucola darüber verteilen.
    dunkler Balsamico Essig

Video

Notizen

Tipps:
  • Junge, kleine Zucchini schmecken am besten, da sie noch schön knackig sind.
  • Falls die Zucchini aus dem Garten sehr groß geworden sind, einfach das Kerngehäuse herausnehmen und dann erst weiterverwenden.
 
Unser Trick:
Wenn du einen Pizzastein zu Hause hast, kannst du den veganen Flammkuchen auch ganz einfach darauf im Ofen backen. Dann wird er nochmal extra knusprig – wie aus dem Steinofen.

Abwandlungen:
  • Das Mehl kann auch durch ein Vollkornmehl ersetzt werden, und wer mag, kann etwas frischen Rosmarin oder Thymian über die Tofu-Mischungen geben.
  • Das Wasser durch Rote-Bete-Saft ersetzen, und anstatt des Kräuter-Frischkäses einen Meerrettich-Frischkäse verwenden. Den Tofu nur mit etwas Öl und Knoblauch würzen.
  • Anstelle von dem Kräuter-Frischkäse einen Paprika-Frischkäse verwenden, etwas Mais darüber streuen und den Tofu durch Champignons ersetzen.
  • Der Flammkuchenteig kann auch zu Flatbread oder indischen Chapatis in einer Pfanne ausgebacken werden. Einfach etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, den Teig von beiden Seiten kurz anbraten und zum Schluss mit veganer Butter und wer möchte, feingeriebenen Knoblauch bepinseln.
Gericht: Hauptgericht
Küche: Französisch
Keyword: Flammkuchen

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  1. 5 Sterne
    Sehr lecker und super schnell in der Zubereitung ?
    Vielen Dank für das Rezept!

    1. Hallo Franziska, das freut uns sehr, dass dir das Rezept gut gefallen hat! Dann wird es das bestimmt öfter bei dir geben 🙂 Liebe Grüße!

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